Vertragsmuster gesellschaft bürgerlichen rechts

Rousseau hat zwei unterschiedliche Gesellschaftsvertragstheorien. Der erste findet sich in seinem Essay “Discourse on the Origin and Foundations of Inequality Among Men”, gemeinhin als Zweiter Diskurs bezeichnet, und ist ein Bericht über die moralische und politische Entwicklung der Menschen im Laufe der Zeit, von einem Zustand der Natur zur modernen Gesellschaft. Als solcher enthält er seine eingebürgerte Darstellung des Gesellschaftsvertrags, die er als sehr problematisch ansieht. Die zweite ist seine normative oder idealisierte Theorie des Gesellschaftsvertrags und soll die Mittel bieten, um die Probleme zu lindern, die die moderne Gesellschaft für uns geschaffen hat, wie es im Gesellschaftsvertrag vorgesehen ist. Dieses System des Erwerbs und Verkaufs von Arbeitskraft wird Lohnarbeit genannt und ist charakteristisch für die bürgerliche Gesellschaft, obwohl es seit der Bauernrevolte von 1381 gibt. Die klassische Form der Lohnarbeit ist die Bezahlung der Arbeit nach Stunden oder Wochen. Heutzutage arbeiten viele Arbeitnehmer auf der Grundlage von Verträgen und Akkordarbeit, aber diese Formen verschleiern nur das zugrunde liegende Verhältnis, das die Lohnarbeit bleibt. Angesichts seiner eher strengen Sicht auf die menschliche Natur gelingt es Hobbes dennoch, ein Argument zu schaffen, das die Zivilgesellschaft mit all ihren Vorteilen möglich macht. Im Rahmen der politischen Ereignisse seines Englands gelang es ihm auch, für eine Fortsetzung der traditionellen Form der Autorität zu plädieren, die seine Gesellschaft längst genossen hatte, und sie dennoch auf eine seiner Meinung nach weitaus akzeptablere Grundlage zu stellen. Der grundlegendste Bund, der Sozialpakt, ist die Vereinbarung, zusammenzukommen und ein Volk zu bilden, eine Kollektivität, die per definitionem mehr ist und sich von einer bloßen Aggregation individueller Interessen und Willen unterscheidet. Dieser Akt, bei dem einzelne Menschen zum Volk werden, ist “das wahre Fundament der Gesellschaft” (59). Durch den kollektiven Verzicht auf die individuellen Rechte und Freiheiten, die man im Zustand der Natur hat, und der Übertragung dieser Rechte auf das kollektive Organ wird sozusagen eine neue “Person” gebildet. Der Souverän wird also gebildet, wenn freie und gleichberechtigte Personen zusammenkommen und sich bereit erklären, sich als ein einziges Organ neu zu erschaffen, das auf das Wohl aller gemeinsam betrachtet enden.

So wie der einzelne Wille auf individuelle Interessen ausgerichtet ist, so ist der allgemeine Wille, sobald er gebildet ist, auf das Gemeinwohl ausgerichtet, verstanden und kollektiv vereinbart. In dieser Version des Gesellschaftsvertrags ist die Idee der erwiderten Pflichten enthalten: der Souverän ist dem Wohl der Individuen verpflichtet, die ihn bilden, und jeder Einzelne ist ebenfalls dem Wohl des Ganzen verpflichtet. Angesichts dessen kann dem Einzelnen nicht die Freiheit gegeben werden, zu entscheiden, ob es in seinem eigenen Interesse ist, seine Pflichten gegenüber dem Souverän zu erfüllen, während er gleichzeitig die Vorteile der Staatsbürgerschaft ernten darf. Sie müssen dazu gebracht werden, sich dem allgemeinen Willen anzupassen, sie müssen “gezwungen werden, frei zu sein” (64). Angesichts der Tatsache, dass das Ende der “Männervereinigung zu Gemeinwohl” (Par.

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